Wie Unternehmen heute noch an Geld kommen können

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind der Motor der europäischen Wirtschaft. Sie repräsentieren mehr als 99 % aller europäischen Nicht-Finanzunternehmen und beschäftigen mehr als 90 Millionen Menschen. Rund 19,24 Millionen Menschen sind in deutschen KMU beschäftigt, was 54,7 % der Gesamtbeschäftigung entspricht. In Slowenien machen sie 99,8 % aller Unternehmen aus, beschäftigen 70 % der Menschen und erwirtschaften 65 % der Einnahmen aller Unternehmen. Trotz ihres enormen Beitrags zur Wirtschaft ist der Zugang zu Finanzmitteln für KMU wesentlich schwieriger als für Großunternehmen. Daher ist es sehr wichtig, dass die KMU auch rechtzeitig auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten zugreifen können.

Warum brauchen wachsende Unternehmen Geld?

Ein sehr wichtiges Finanzkonzept ist, dass ohne Geld kein Wachstum in einem Unternehmen möglich ist. Die folgende Grafik erläutert das Verhältnis zwischen Verkäufe, Gewinn und Geldfluss für ein wachsendes Unternehmen unter normalen Bedingungen. Steigen Verkäufe und Gewinn in Folge einer Bedarfszunahme des Betriebskapitals, sinkt der Geldfluss.

Das Modell erklärt, warum insbesondere junge, wachsende sowie rentable Unternehmen Zugang zu externen Finanzmitteln benötigen. Damit die meisten Unternehmen wachsen und überleben können, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass ein reibungsloser und zuverlässiger Zugang zu externen Finanzierungsquellen gewährleistet ist.

Die Grafik zeigt das Verhältnis zwischen Verkäufe, Gewinn und Geldfluss eines Unternehmens während des Wachstums unter normalen Bedingungen.

Warum bekommen die KMU ihr Geld nicht von der Bank?

In den letzten zehn Jahren haben die Banken in Slowenien das Gesamtvolumen der Kredite an Unternehmen auf weniger als die Hälfte reduziert. KMU sind beim Zugang zu Finanzmitteln gegenüber größeren Unternehmen stark benachteiligt, da die Banken ihnen seltener und schwieriger Kredite gewähren. Sowohl im Inland als auch global gesehen, ist der Zugang zu Finanzmitteln eines der Haupthindernisse für eine stabile Geschäftstätigkeit und das Wachstum von KMU. Kein Zugang zu den dringend benötigten Finanzmitteln, führt dem entsprechend zu einer großen Finanzierungslücke. Den Unternehmen in der EU fehlen schätzungsweise weitere 400 Milliarden Euro an Bankkrediten.

Die Grafik zeigt das Bankkreditvolumen an Unternehmen in Slowenien von 2010 bis 2020 (in Mio. EUR). Aus öffentlichen Quellen.

Sechs Gründe für das Ausbleiben von Finanzierungen und die daraus resultierende Finanzierungslücke für KMU

1. Die Banken neigen eher dazu, Kredite an große Unternehmen zu vergeben.
2. Die Vergabe von Krediten oder Finanzierungen an Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen wird als risikoreich empfunden.
3. Die Verwaltungskosten der KMU-Finanzierung (geringere Beträge) sind für große Programme (zu) hoch und rechtfertigen daher manchmal nicht die Transaktion.
4. Die KMU sind nicht in der Lage, die von der Bank für die Genehmigung der Finanzierung geforderten Bedingungen und Sicherheiten zu stellen.
5. Die Banken können wachsenden Unternehmen nicht so schnell mit Finanzmitteln versorgen, wie diese sie benötigen.
6. Übermäßige Abhängigkeit der Unternehmen von den Banken – mangelnde Konzentration, Bereitschaft und Offenheit der KMU für alternative Finanzierungsquellen.

Wo können KMU heutzutage leicht an Geld kommen?

Die Finanzierungslücke hat sich glücklicherweise in letzter Zeit ein wenig geschlossen, was darauf zurückzuführen ist, dass Finanzmittel aus anderen, alternativen Quellen außerhalb des Bankensystems leichter zugänglich sind. Dazu gehören Leasing, Franchising, Privatkredite, Factoring, Crowdfunding, Zuschüsse sowie weitere Angebote. Unternehmen können sich heute über moderne Fintech-Geschäftsmodelle finanzieren, die von Unternehmen angeboten werden, welche sich auf kurzfristige Finanzierungen speziell für diese Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen spezialisiert haben.

Borza terjatev (Invoice Exchange), die seit inzwischen sechs Jahren erfolgreich in Slowenien tätig sind, haben die erste Finanzierungsplattform für Peer-To-Peer-Finanzierung von Unternehmen in Slowenien ins Leben gerufen. Borza terjatev (Invoice Exchange) bietet Unternehmen Finanzierungen basierend auf Zession und kurzfristigen Krediten. Sie bieten Unternehmen klassische bzw. offene und stille Forderungsabtretungen, ohne ihre Kunden zu informieren, sowie kurzfristige Betriebsmittelkredite mit einer Laufzeit von bis zu sechs Monaten. Über die Plattform erhalten Unternehmen ihre Finanzierung vollständig online und ohne unnötigen Verwaltungsaufwand. Ihr Finanzierungsangebot erhalten Sie in Kürze und die Plattform ist für Sie rund um die Uhr verfügbar. Des Weiteren bietet Borza terjatev (Invoice Exchange) eine vollständige Forderungsfinanzierung (nicht nur 70–80 % des Betrages) und transparente Abläufe.

Die Grafik zeigt den Umfang der KMU-Finanzierung über die Online-Plattform von Borza terjatev (Invoice Exchange) von 2017 bis 2021. Quelle Borza terjatev (Invoice Exchange).

 

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Bis heute haben slowenische KMU über den Online-Markplatz Borza terjatev (Invoice Exchange) mehr als 361 Millionen Euro an kurzfristigen Finanzierungen erhalten. Borza terjatev (Invoice Exchange) wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union unterstützt.

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Autorin: Katja Hančič