{"id":188,"date":"2020-10-13T10:21:42","date_gmt":"2020-10-13T10:21:42","guid":{"rendered":"https:\/\/ahkblog.si\/unkategorisiert\/vom-fischernetz-zum-kuechenkomposter\/"},"modified":"2020-10-29T07:43:41","modified_gmt":"2020-10-29T07:43:41","slug":"vom-fischernetz-zum-kuechenkomposter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/ahk-community\/mitglieder\/vom-fischernetz-zum-kuechenkomposter\/","title":{"rendered":"Bart Stegeman | Vom Fischernetz zum K\u00fcchenkomposter"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sie sind eines der inspirierendsten europ\u00e4ischen Unternehmen, im Kern Ihrer Unternehmensstrategie steht eine nachhaltige Orientierung. Wie folgen Sie diesen Richtlinien im Bereich der Kunststoffe?<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind uns dessen bewusst, dass wir ohne Plastik nicht leben k\u00f6nnen, aber dennoch d\u00fcrfen wir von Plastik nicht ertr\u00e4nkt werden. Wir handeln in kleineren Schritten, weil wir daran glauben, dass auch kleine Ver\u00e4nderungen Topergebnisse erzielen, insbesondere bei umweltorientierten Vorgehensweisen. Alle unsere Produkte werden aus organischen, biologisch abbaubaren Materialien oder Rezyklaten hergestellt. Derzeit sind 85 % der Produkte aus unserem Sortiment entweder aus Rezyklaten oder aus Bio-Materialien. Was unsere Unternehmensstrategie angeht, handeln wir nach allen bestehenden Richtlinien. Auf jeden Fall streben wir danach, so viele Rezyklate und Bio-Materialien wie m\u00f6glich zu verwenden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_183\" aria-describedby=\"caption-attachment-183\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-183 size-large\" src=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/IMG_5187-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/IMG_5187-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/IMG_5187-300x200.jpg 300w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/IMG_5187-768x512.jpg 768w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/IMG_5187-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/IMG_5187-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-183\" class=\"wp-caption-text\">Das Unternehmen Skaza ist Gewinner des <a href=\"https:\/\/slowenien.ahk.de\/events\/preis-der-deutschen-wirtschaft\">Preises der deutschen Wirtschaft<\/a> 2019, der sowohl von der Deutsch-Slowenischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Slowenien als auch dem WISE Institut f\u00fcr Nachhaltigkeit und Ethik in aufstrebenden Volkswirtschaften verliehen wurde (Foto: Skaza).<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Ihr Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p>So ein Handeln ist heutzutage sicherlich wesentlich teurer. Nachhaltige Materialien sind teuer, Strom aus erneuerbaren Quellen, den wir nutzen, ist teuer. Dennoch sehen wir das als eine Pflicht an. Das ist die Vision, die wir verfolgen, weil wir an eine bessere Zukunft glauben sowie daran, dass wir auf dem Weg dorthin eine bedeutende Rolle haben.<\/p>\n<p>Wir sind der \u00dcberzeugung, dass zu dieser Zukunft auch andere Beteiligte beitragen werden, die ebenso daran glauben, dass ein nachhaltig orientiertes und gemeinsames Handeln die Welt zu einem besseren Ort ver\u00e4ndert. Auch, wenn wir in diesem Moment einige Schritte r\u00fcckw\u00e4rts gehen, bedeutet das langfristig mehrere Schritte vorw\u00e4rts. So ein Handeln wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zur Notwendigkeit werden.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eNachhaltige Materialien sind teuer, Strom aus erneuerbaren Quellen, den wir nutzen, ist teuer. Dennoch sehen wir das als eine Pflicht an. Das ist die Vision, die wir verfolgen, weil wir an eine bessere Zukunft glauben sowie daran, dass wir auf dem Weg dorthin eine bedeutende Rolle haben.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Worin sehen Sie den wesentlichen Vorteil bei der Transformation der Wirtschaft in ein nachhaltig orientiertes Modell?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dass eine nachhaltige Entwicklung uns auf dem Markt nicht nur konkurrenzf\u00e4hig macht, sondern auch erfolgreich in globale Wertsch\u00f6pfungsketten integriert. Erfolg kann mit dem entsprechenden Ma\u00df an Mut, einer klaren Vision und einer Organisationskultur, die aus Werten und Beziehungen bestehen, erzielt werden.<\/p>\n<p><strong>Haben alle Ihre Mitarbeiter die Unternehmenswerte angenommen und handeln sie auch dementsprechend? Wie spiegelt sich dies in der allt\u00e4glichen Arbeit wider?<\/strong><\/p>\n<p>Bei Skaza streben wir nach einer sehr klaren Vision \u2013 mit der Entwicklung der innovativen Produkte, die aus nat\u00fcrlichen Materialien bestehen, wird unser Planet gesch\u00fctzt und unseren Kunden werden L\u00f6sungen angeboten, die f\u00fcr ein besseres Leben sorgen. Wir sind uns dessen bewusst, dass gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen von uns kommen m\u00fcssen. Anders gesagt, die Unternehmenswerte sollten mit den Werten der Mitarbeiter Hand in Hand gehen. Wir gehen noch einen zus\u00e4tzlichen Schritt weiter, indem wir uns anhand dieser Werte auch f\u00fcr die Zusammenarbeit mit Gesch\u00e4ftspartnern und B2B-Kunden entscheiden. Bei den Mitarbeitern ist sicherlich wichtig, welche Kenntnisse und F\u00e4higkeiten sie beherrschen, noch wichtiger sind jedoch ihre Werte und ihre Beziehung zur Arbeit, zum Unternehmen und schlie\u00dflich zur Welt. Unsere Mitarbeiter nehmen die Werte unserer nachhaltigen Verpflichtung an, die sich in einer respektvollen Beziehung zur Natur und ihren Quellen zeigt, sowie in der t\u00e4glichen Bem\u00fchung bei der Arbeit, der Verantwortung und dem Mut, die uns erlauben, unsere Vision zu verwirklichen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_179\" aria-describedby=\"caption-attachment-179\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-179 size-large\" src=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Skaza_1400x800-1-1024x585.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Skaza_1400x800-1-1024x585.jpg 1024w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Skaza_1400x800-1-300x171.jpg 300w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Skaza_1400x800-1-768x439.jpg 768w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Skaza_1400x800-1.jpg 1400w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-179\" class=\"wp-caption-text\"><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">Skaza pr\u00e4sentierte im September 2020 seine neue Innovation <\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">Bokashi<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">\u00a0<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"SpellingError BCX0 SCXW173505997\">Organko<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">\u00a02\u00a0<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">Ocean<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">\u00a0\u2013 einen\u00a0<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"SpellingError BCX0 SCXW173505997\">Komposter<\/span><\/span><span class=\"TextRun BCX0 SCXW173505997\" lang=\"DE-DE\" xml:lang=\"DE-DE\" data-contrast=\"auto\"><span class=\"NormalTextRun BCX0 SCXW173505997\">\u00a0bestehend aus recycelten Fischernetzen<\/span><\/span> (Foto: Skaza).<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit dem \u00dcbergang der Plastik-Wertsch\u00f6pfungskette weg vom linearen Modell hin zum Kreismodell haben Sie im letzten Jahr eine neue Erfolgsgeschichte geschrieben. Im September haben Sie n\u00e4mlich eine neue Version des K\u00fcchenkomposters Bokashi Organko 2 Ocean vorgestellt, der aus Fischernetzen hergestellt wurde. Wie kommt es, dass Sie sich zu solch einem Schritt entschieden haben?<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Welt werden 360 Millionen Tonnen Plastik produziert. Mindestens acht Millionen dieses Plastiks enden im Ozean. Dies entspricht der Entladung einer ganzen LKW-Ladung pro Minute ins Meer. J\u00e4hrlich enden mehr als 650.000 Tonnen der unbrauchbaren Fischernetze im Wasser. 2018 wurden allein auf dem Oaxaca-Strand in Mexico mehr als 300 Schildkr\u00f6ten gefunden, die in diesen Netze gefangen wurden und gestorben sind. Dar\u00fcber gibt es viele weitere Fakten, die im Internet nachgelesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aufgrund des Wunsches nach Andersartigkeit und der Differenzierung von anderen schenken wir der Kreislaufwirtschaft in unserem Unternehmen viel Aufmerksamkeit . Dementsprechend wurden die Materialien, die einst den Fischern dienten, f\u00fcr den Komposter eingesetzt, der jetzt in verschiedenen Haushalten benutzt werden kann. Die neue Version unseres Komposters besteht aus solchen Fischernetzen. Ein Organko besteht 30 % (mindestens 600 Gramm) aus Fischernetzen, alle anderen Materialien sind ebenso Rezyklate.<\/p>\n<p>Interview: Janja Urankar Ber\u010don<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Transformation der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und nachhaltige Innovationen spielen in der aktuellen Krise eine Schl\u00fcsselrolle bei neuen Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten. Im Rahmen dessen ergreift das Mitgliedsunternehmen Skaza im Bereich umweltfreundlicher Kunststoffe die Initiative. Wir haben mit Bart Stegeman, einem der zwei Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern von Skaza, \u00fcber eine nachhaltige Unternehmensstrategie und Kreislaufwirtschaft gesprochen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":415,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[51,40,41],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=188"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":440,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188\/revisions\/440"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}