{"id":1713,"date":"2024-02-27T15:10:27","date_gmt":"2024-02-27T15:10:27","guid":{"rendered":"https:\/\/ahkblog.si\/?p=1713"},"modified":"2024-02-27T15:47:09","modified_gmt":"2024-02-27T15:47:09","slug":"pwc-gesetz-ueber-die-unternehmerischen-sorgfaltspflichten-in-lieferketten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ahkblog.si\/de\/ahk-community\/mitglieder\/pwc-gesetz-ueber-die-unternehmerischen-sorgfaltspflichten-in-lieferketten\/","title":{"rendered":"PWC | Gesetz \u00fcber die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1706 size-large\" src=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-1024x648.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-1024x648.jpg 1024w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-300x190.jpg 300w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-768x486.jpg 768w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-1536x972.jpg 1536w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-24x15.jpg 24w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-36x23.jpg 36w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01-48x30.jpg 48w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-01.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Gebot, das auch von L\u00e4ndern anerkannt wird, die durch verbindliche Vorschriften versuchen, den Unternehmen auf einer systematischen Ebene mehr Verantwortung zu \u00fcbertragen. Seit dem 1. Januar 2024 ist das Gesetz \u00fcber die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere deutsche Unternehmen mit mindestens 1.000 Arbeitnehmern verbindlich (bisher galt es f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Unternehmen mit mindestens 3.000 Arbeitnehmern). Dadurch wird die Verpflichtung, Ma\u00dfnahmen f\u00fcr nachhaltigere Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten zu ergreifen und zugleich die Ma\u00dfnahmen ihrer direkten und indirekten Lieferanten in diesem Bereich zu \u00fcberpr\u00fcfen, auf eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Zahl von Unternehmen in Deutschland ausgeweitet, u. zw. von derzeit 600 auf rund 3.000. Da Deutschland der gr\u00f6\u00dfte Handelspartner Sloweniens ist, wird erwartet, dass in diesem Jahr mehr slowenische Unternehmen mit Anfragen und Aufforderungen ihrer deutschen Gesch\u00e4ftspartner konfrontiert werden, die sie zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz aufrufen werden.<\/p>\n<p>Dennoch m\u00fcssen sich auch kleine und mittlere deutsche Unternehmen, die nicht an das Gesetz gebunden sind, mit den Vorgaben befassen. Die Umsetzung und Einhaltung der Sorgfaltspflichten in Vertragsverh\u00e4ltnissen sowie die \u00dcbertragung von Pflichten, bspw. auf der Grundlage der Gesch\u00e4ftsbedingungen des Lieferanten, werden n\u00e4mlich zu einem wesentlichen Bestandteil von Lieferantenvertr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Das Gesetz \u00fcber die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten verpflichtet gro\u00dfe deutsche Unternehmen, dass sie im Rahmen ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und in ihren Lieferketten zur angemessenen Einhaltung der Sorgfaltspflichten, in Bezug auf den Schutz von Menschenrechten und der Umwelt anstreben, um Risiken in diesen Bereichen zu vermeiden bzw. zu verringern. Bei der Festlegung der zu sch\u00fctzenden Rechte bezieht sich das Gesetz auf die am meisten ratifizierten internationalen Vertr\u00e4ge zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt. Dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt das Gesetz einen speziellen Risikokatalog, der sich vor allem auf das Arbeitsrecht und das Verbot von umweltsch\u00e4dlichen Praktiken bezieht.<img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1704 size-large\" src=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-1024x648.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-1024x648.jpg 1024w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-300x190.jpg 300w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-768x486.jpg 768w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-1536x972.jpg 1536w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-24x15.jpg 24w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-36x23.jpg 36w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02-48x30.jpg 48w, https:\/\/ahkblog.si\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/supply-chain-1920x1215px-02.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Infolgedessen besteht eine zentrale Verpflichtung f\u00fcr Unternehmen darin, eine Sorgfaltspflicht bzw. ein angemessenes Risikomanagementsystem in ihre Unternehmenspolitik einzuf\u00fchren. Dazu geh\u00f6ren verschiedene miteinander verbundene Ma\u00dfnahmen wie z. B. Einrichtung eines Risikomanagementsystems, Durchf\u00fchrung regelm\u00e4\u00dfiger Risikoanalysen, Einf\u00fchrung einer Grundsatzerkl\u00e4rung in Verbindung mit einer Menschenrechtsschutzstrategie, Festlegung von Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen im eigenen Unternehmen und gegen\u00fcber den direkten Zulieferern, Anwendung von Abhilfema\u00dfnahmen, Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens usw.<\/p>\n<p>Das Unternehmen muss u. a. angemessene Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen gegen\u00fcber dem direkten Zulieferer festlegen, wobei das Befolgen der Menschenrechte und des Umweltschutzes bei der Auswahl des direkten Zulieferers mit einbezogen sein muss; vertragliche Absicherung der Einhaltung dieser Rechte durch den direkten Zulieferer herstellen und sicherstellen, dass das Befolgen der Rechte erfolgreich in der gesamten Lieferkette ber\u00fccksichtigt wird; Schulungen und Fortbildungen zur Umsetzung dieser vertraglichen Zusicherung organisieren; Vereinbarungen \u00fcber entsprechende Vertragskontrollmechanismen und \u00fcber deren Anwendung, basierend auf dem Einhaltungsrisiko der Menschenrechtsstrategie beim direkten Zulieferer, treffen.<\/p>\n<p>Bei schwerwiegenden Verst\u00f6\u00dfen gegen Menschenrechte oder Umweltgrunds\u00e4tze durch einen Direktlieferanten, die nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums behoben werden k\u00f6nnen, muss das Unternehmen einen angemessenen Strategieplan zur Beendigung der Gesch\u00e4ftsbeziehung mit diesem Lieferanten einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Falls der Verpflichtete die Sorgfaltspflichten jedoch nicht angemessen umsetzt, drohen Vertragsverletzungsverfahren sowie hohe Geldstrafen. Zudem sieht das Gesetz den Ausschluss von der Teilnahme an \u00f6ffentlichen Ausschreibungen vor.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Regelung wird bald auch f\u00fcr die EU-Mitgliedstaaten relevant sein, da die Umsetzung der Richtlinie \u00fcber die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit erwartet wird, die weitgehend mit dem vorliegenden deutschen Gesetz vergleichbar ist, wobei diese Richtlinie in bestimmten Segmenten voraussichtlich noch strikter sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Artikel finden Sie <a href=\"https:\/\/www.pwc.com\/si\/en\/services\/legal-services\/legal-news\/law-on-due-diligence-of-companies-in-supply-chains.html\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p>Dort befindet sich auch ein Link zum deutschen Gesetz \u00fcber die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Autoren: Mag. Maja Male\u0161evi\u0107 und PwC in Slowenien<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Gebot, das auch von L\u00e4ndern anerkannt wird, die durch verbindliche Vorschriften versuchen, den Unternehmen auf einer systematischen Ebene mehr Verantwortung zu \u00fcbertragen. Seit dem 1. 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